Glossary

Reiki

Die vereinfachte Übersetzung aus dem Japanischen lautet „Heilen mit universeller (göttlicher) Energie“. Reiki - als Bestandteil alter buddhistischer Heilmethoden - soll durch Handauflegen des Reiki-Meisters an über 20 Stellen des Körpers den Energiefluss im Körper fördern und die Selbstheilungskräfte aktivieren. Reiki kann - wie es heißt - weder gelernt noch gelehrt, sondern nur weitergegeben werden. Behauptete Heilerfolge allein durch Handauflegen müssen angezweifelt werden, sie konnten trotz langer Anwendungstradition bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Dagegen können Reiki-Behandlungen als reine Entspannungspraktiken individuell zum Erfolg führen. Reiki wird an Menschen, Tieren und Pflanzen angewendet. Es wird in erster Linie als Selbstheilungstherapie erlernt. Reiki ist keine Religion, kein Kult und keine Philosophie. Vielmehr geht es um das persönliche Erfahren dieser Lebensenergie. Keine Wellness-Anwendung!
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Rolfing

Diese auf Körpermanipulation basierende Methode wurde in den 1950er Jahren von der Amerikanerin Ida Rolf entwickelt. Rolfing soll die gestörte Position einzelner Körperabschnitte zueinander wieder ins Lot bringen. Die daraus resultierenden muskulären Dauerspannungen sollen mittels Massage- und Bewegungstechniken im Liegen, Sitzen, Gehen und Stehen beseitigt werden. Dabei werden nicht nur orthopädische Fehlentwicklungen für eine schlechte Körperhaltung angenommen, sondern auch gedrückte seelische Stimmungen und auf diese Weise ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Die Behandlung erfolgt in zehn exakt strukturierten Sitzungen. Sicherheitshalber sollte der Behandelnde (Rolfer) eine physio- und psychotherapeutische Ausbildung und Erfahrung nachweisen können. Kommentar: Eine von vielen Massagetechniken mit positiver, entspannender Wirkung, wenn von Fachmann durchgeführt!
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Römisches Bad

Diese aus römischer Tradition stammende Badekultur ist eine Abfolge von unterschiedlich warmen und feuchten Baderäumen. Das Tepidarium (Warmbad) ist mit 37 bis 39 °C ein kreislaufschonender Raum und wird als Regenerationsbad bezeichnet. Im Gegensatz dazu gilt das Caldarium (Heißbad) als Dampfgrotte mit hoher Luftfeuchtigkeit und 40 bis 50 °C. Im Laconium kommt der Körper nach kurzer Zeit bei 55 bis 65 °C ins Schwitzen. Das Frigidarium (Frigidus = abkühlend) dient als Kälteraum der Revitalisierung. Die Anwendung der verschiedenen Räume ist durch die allmählich ansteigende Temperatur kreislaufschonender als die klassische Sauna. Feuchte Dampfwärme verbessert die Durchblutung der Atemwege.
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Rügener Heilkreide

Das feinkörnige Material ist eines der ostseespezifischen Heilmittel und wird ähnlich wie Fangopackungen meist als Wärmetherapeutikum genutzt. Die etwa 45 °C warme Kreidepackung ist eine gute Vorbereitung für Massagen. Zusätzliche entschlackt dieser Mineralstoff den Körper und regt die Säureproduktion an. Kalt angewendet, bei 3 bis 4 °C, soll die Rügener Kreide eine positive Wirkung bei entzündeten Gelenken oder Muskeln sowie bei Krampfadern ausüben.
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Sanarium

Das Sanarium ist eine abgeschwächte Form der klassischen finnischen Sauna. Durch niedrigere Temperaur von etwa 60 °C und die relative Luftfeuchtigkeit von nur 50 % ergibt sich eine geringere Kreislaufbelastung und der Aufenthalt kann bis auf 30 Minuten ausgedehnt werden. Oft wird im Sanarium ergänzend die Farblichttherapie eingesetzt.
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Sauna

Diese wohl ursprünglichste und verbreitetste aller Wellness-Behandlungen in Deutschland gehört vor allem im Ursprungsland Finnland, aber auch in Schweden und Nordrussland zur Alltagskultur. Es ist nichts anderes als ein „Raum aus Holz“ zum Schwitzen. Nach dem Duschen wird der Körper etwa 8 bis 15 Minuten einer Temperatur bis zu 95 °C ausgesetzt. Am Ende der nachfolgenden Abkühlphase kann auch ein eiskaltes Bad stehen. In der abschließenden Ruhephase entwickelt sich der eigentliche Saunaeffekt. Durch das starke Schwitzen gehen Wasser und Mineralstoffe verloren, die wieder ausgeglichen werden müssen. Mit seiner Verbindung von Hydro- und Thermotherapie gehört Saunabaden zu den anerkannten und bewährten Naturheilverfahren. Entschlackung, Blutdrucksenkung und Entspannung sind die wichtigsten Ergebnisse des Saunabadens. Ältere und untrainierte Menschen sollten jedoch vor dem Saunagang ihren Arzt konsultieren.
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Schroth-Kur

Von Johann Schroth wurde Mitte des 19. Jahrhunderts diese Kur als natürliche Methode des Heilfastens entwickelt. Dadurch sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisiert werden. Die Schroth-Kur ist eine 3 bis 4 Wochen lange Kombination von Heilfasten mit äußerer Anwendung feuchter Wärme. Einseitige und reizlose Kurkost wie Gries-, Reis-, und Haferspeisen sowie trockene Brötchen soll die Regeneration des Verdauungssystems bewirken. Trockentage wechseln sich mit Trinktagen ab, an denen meist Wein getrunken werden soll. Feuchtwarme Wickel sollen den Körper über die Haut entschlacken. Die Schroth-Kur wird von der Ernährungswissenschaft eher skeptisch beurteilt. Von einer mehrwöchigen Anwendung wird abgeraten, denn die begrenzte Flüssigkeitsaufnahme auch beim Fasten widerspricht modernen Erkenntnissen, wodurch mit Mangelerscheinungen bei Mineralien, Eiweiß und Vitaminen zu rechnen sei.
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Serailbad

Nach einer kurzen Aufwärmphase im Hamam wird eine reichhaltige Heilschlammpackung aufgetragen. Ist die Packung auf der Haut angetrocknet, muss sie in einem Dampfbad wieder aufgeweicht werden, bevor sie mit warmem Wasser abgespült wird. Die Haut fühlt sich nach dieser Anwendung sanft und weich an (siehe auch Rasulbad).
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Shiatsu

Shiatsu ist eine japanische Behandlungsmethode, deren Wurzeln in der chinesischen Heilkunde liegen. Gemäß diesem traditionellen Erfahrungswissen wird der Mensch von der Energie bestimmt, die in seinem Körper entlang der Meridiane fließt. Ist diese Energie ausgeglichen, fühlt sich der Mensch wohl; ist sie blockiert, wird er sich unwohl fühlen, und es können Symptome und schließlich Krankheiten entstehen. Shiatsu-Behandlungen erfahren die Klienten in der Regel als wohltuend, entspannend und heilsam belebend: Ihre Selbstheilungskräfte sollen angeregt und gestärkt werden. Shiatsu soll vorbeugen gegen Störungen und Erkrankungen und unterstützt die Gesundheit; außerdem kann es zur Begleitung und Unterstützung anderer Therapien angewandt werden. Shiatsu wird in ruhigen, fließenden Bewegungen auf einer weichen Matte am Boden ausgeübt. Es erfordert von den Praktizierenden neben der Technik eine respektvolle Achtsamkeit sich selbst und dem Klienten gegenüber. Der Druckreiz wird nicht durch Massage, sondern durch das eigene Körpergewicht des Behandelnden mit Händen, Daumen, Ellenbogen und dem gesamten Körper beim liegenden Patienten ausgeübt, wobei jeder Punkt zwischen fünf Sekunden und zwei Minuten gedrückt wird. Shiatsu wird vor allem präventiv, aber auch zur Therapie von Rücken- und Kopfschmerz, Verdauungsproblemen und Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt. Trotz großer Popularität unter Wellness-Gästen ist die Methode unter Experten umstritten, einzelne Anwendungen wie der Druck auf die Schilddrüse werden als gefährlich eingestuft. Unbestreitbar ist dagegen der Erlebnis- und Entspannungseffekt für den Wellnessgast.
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Spa

Spa ist der Name eines kleinen, mondänen Heilkurorts in Belgien, dessen Mineralquellen bereits seit dem 16. Jahrhundert von britischen Touristen besucht wurden. Das Wort etablierte sich im 17. Jahrhundert auf den Britischen Inseln zunächst als Bezeichnung für Mineralquelle. Ab Mitte des 20. Jahrhundert setzte sich der Begriff  im amerikanischen Englisch für Badekurorte im Allgemeinen durch. Heute ist "Spa" international als Gattungsbezeichnung für Gesundheits- und Wellness-Einrichtungen und insbesondere für den Bade- und Nassbereich von Hotels geläufig. Der Ursprung des Wortes wird oft auch als Ableitung aus dem Lateinischen interpretiert, und zwar als Abkürzung für "sanus per aquam" (gesund durch Wasser). Dieser Zusammenhang erscheint zum einen deshalb stimmig, weil im alten Rom eine hohe Badekultur herrschte, zum anderen, weil im gesamten modernen Kur- und Wellnessbetrieb die wohltuende Kraft des Wassers in vielfältiger Art  genutzt wird.
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